03.03.2017 09:05

Neue Therapiekonzepte in der Gastroenterologie


: Die Referenten: Universitäts-Professor Dr. med. Matthias Laudes (Kiel), Privat-Dozent Dr. med. Anton Gillessen (Münster-Hiltrup), Privat-Dozentin Dr. med. Birgit Terjung (Bonn-Beuel) und Dr. Volker Meister (v.l.n.r.).

Bereits zum 20. Mal fand im Rathaus der Stadt Vechta vorgestern das Gastro-Forum statt. Dr. Volker Meister, Chefarzt der Abteilung für Gastroenterologie am St. Marienhospital Vechta, hatte zu der medizinischen Fortbildungsveranstaltung mit nationalen Medizinexperten eingeladen. Im Fokus standen dieses Jahr neue Konzepte in der Therapie von Erkrankungen der Verdauungsorgane und der Leber. Erfahrene Spezialisten aus Bonn, Kiel und Münster referierten anschaulich vor mehr als 60 Ärzten aus der Region. 

„Nach vielen Jahren der Stagnation im Rahmen der Behandlung von Leber und Gallenwege (Hepatologie) überschlugen sich die Entwicklungen im Bereich der Therapien gegen bestimmte Leberviren in den letzten wenigen Jahren“, erklärte Dr. Volker Meister zu Beginn des Forums. Zudem stellte er fest, dass es in dem Zeitraum eher still in der Entwicklung von autoimmunen beziehungsweise cholestatischen Lebererkrankungen geworden ist, es nun jedoch praxisrelevante Neuerungen gibt, die das therapeutische Leistungsspektrum zukünftig erweitern werden – ein großes Plus für Patienten.

Von großer praktischer Bedeutung ist sowohl für Hausärzte als auch Gastroenterologen die oft schwierige Therapie von chronischem, nicht-infektiösem Durchfall (Diarrhoe). Privat-Dozentin Dr. Birgit Terjung berichtete über den aktuellen Stand neuester Therapieoptionen.

Ein weiteres wichtiges Thema spiegelte sich in dem engen Zusammenrücken der Gastroenterologen und Viszeralchirurgen in ihrem täglichen gemeinsamen Handeln wider. Die viszeralchirurgischen Möglichkeiten der letzten Jahre sind stetig gewachsen. So referierte Universitäts-Professor Dr. Matthias Laudes über  Darmresektionen -  die operative Entfernung von verletzten oder erkrankten Teilen des Darmes. Er erklärte, dass der Eingriff auch nach der OP, wenn z.B. krankheitsbedingt sehr viel Darm entfernt werden musste, Probleme mit sich bringen kann, jedoch durch moderne Therapiekonzepte meist bewältigt werden kann.

Vor diesem Hintergrund ermöglichte die Fortbildungsveranstaltung den Teilnehmern, ihren aktuellen Wissensstand hinsichtlich gastroenterologischer Schwerpunktthemen von Experten auffrischen zu lassen.

Neben den Vorträgen nutzten die Teilnehmer des Gastro-Forums den Besuch der umfangreichen Industrieausstellung mit zehn verschiedenen Firmen. Zudem informierte der Verein Hilfe bei Krebs Vechta, der sich der Tumorpatienten im Landkreis Vechta und den angrenzenden Gemeinden annimmt, über sein Angebot.


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